Noch Geheimtipps - Vier Hotelempfehlungen aus Südtirol

Hotel Belvedere - Blick über Bozen

Hesse sagt: „Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen.“ Wir sagen: „Besser gegen den Strom schwimmen als im Einheitssumpf zu stecken.“ Vier Gegenstromanlagen wider die Hotel-Gleichmacherei...


Hotel Belvedere in Jenesien: mal richtig über den Dingen stehen

Jenesien? Nie gehört! Gut so! Das 3.000-Seelen-Bergdorf schmiegt sich an die Sonnenhänge weit über den Dächern von Bozen. Man wohnt (fast) in der Alpenmetropole, schwebt aber gleichzeitig Lichtjahre über dem Rummel. Wie der Name schon sagt – das frisch umgebaute Hotel „Belvedere“ bietet vor allem eines: eine Aussicht zum Niederknien.



Vom Schlern, Rosengarten und dem Rest vom Dolomitenfest über den Bozener-Talkessel bis weit hinunter ins mediterrane Überetsch. Was kann noch feiner als Fernsehen von der Hotelterrasse aus sein? Fernsehen vom Infinity-Pool aus – dem neuen Clou des Vier-Sterne-Superior Hauses. Und wer die Himmelsleiter mal verlassen und Stadtluft schnuppern möchte: Zwischen Jenesien und Bozen fährt eine Seilbahn, die in nur acht Minuten in Südtirols Hauptstadt eintaucht. Das muss aber unter uns bleiben, gell?

www.belvedere-hotel.it


Cyprianerhof am Rosengarten: mal richtig abschalten im Dolomit Resort

Nochmal Hesse: Wer im Cyprianerhof unter den sagenhaft rotglühenden Wänden des Rosengarten eincheckt, lernt zwar nicht Max Demian, aber dafür Martin Damian kennen. Der ist Hotelier, aber auch Wander- und Kletterchef. Und vor allem: Südtiroler durch und durch.



Zusammen mit seiner Frau Margareth hat er seinem Vier-Sterne-Superior-Haus nun eine Frischzellenkur genehmigt und eben das Hotel-Re-Opening 2016 in Südtirol gefeiert – mit offenem Kamin und Leseecke im Eingangsbereich, neuen Zimmern und Suiten, Naturbadeteich, Kinderland, Jugendlounge, Kletterhalle, Fitnessstudio und, und, und. Das beste Fitnessstudio ist und bleibt trotzdem die Bergwelt der Dolomiten. Und die kennt keiner besser als Martin Damian. Wer nach der Bergtour in der „Schupfnsauna“ mit Blick auf das abendliche Alpenglühen am Rosengarten den Saunaaufguss namens „Kräuterinferno“ über sich hereinbrechen lässt, der merkt: Hier darf ich einfach sein.

www.cyprianerhof.com


Hotel Therme Meran: einfach mal antizyklisch urlauben

Was bedeutet „Ferragosto“? Pfeifen Sie auf den Publikumsjoker und sagen ganz entspannt: „der 15. August, also Maria Himmelfahrt.“ Apropos fahren: nicht nur an diesem Tag, sondern den ganzen August über fährt Italien die Firmenfestplatten runter und in Urlaub. Verstopfung der Touristenhochburgen inklusive.



Clevere Urlauber warten folglich auf den Spätherbst. Dann lockt z. B. das Südtiroler Kurstädtchen Meran mit prima Klima, drängelfreiem Shoppingvergnügen und Wellness-Urlaub vom Feinsten. Wenn sich Meran von der Gastgeberrolle als Sommerfrischler-Hauptstadt erholt, ist es Zeit, tiefenentspannt durch die Laubengasse mit ihren über 200 Geschäften und Gasthäusern zu schlendern.

Mitten drin: das Hotel Therme Meran. Es liegt an der wohl schönsten Piazza der Stadt. Wen der Herbstblues runterzuziehen droht, der sollte schleunigst dem hoteleigenen „5-Elements-Spa“ einen Besuch abstatten. Oder: Rein in die Badeschlappen und durch den unterirdischen Bademanteltunnel rüber in die postmoderne Therme!

www.hoteltermemerano.it


Hotel La Vimea in Naturns: einfach mal vegan urlauben

Regional statt global, natürlich statt hochglänzend, nachhaltig statt einwegig. Am Eingang des sonnenverwöhnten Südtiroler Vinschgaus, unweit von Meran, hat jetzt ein außergewöhnlicher Ort der Kontemplation eröffnet: das Biotique Hotel La Vimea in Naturns – das erste rein vegetarische und vegane Hotel Italiens. In der Kreativküche werden ehrliche Südtiroler Köstlichkeiten aus frischen regionalen Zutaten zubereitet.



Die Ursprünglichkeit drückt sich auch auf der Weinkarte aus, die nicht mit großen Namen punktet, sondern mit besonderen Tropfen aus biodynamischem Anbau. Auf ihrem Agriturismo in der Toskana erzeugen die Betreiber ihren eigenen Wein und reinstes Olivenöl aus handgepflückten Oliven. Die Möbel im frisch umgebauten Hotel sind von einheimischen Tischlern aus Mondholz gefertigt, das im Einklang mit den Zyklen der Natur während einer bestimmten Mondphase geschlagen wurde. Und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, urlaubt günstiger – und mit besserem Gewissen!

www.lavimea.com