Wanderurlaub im Erwachsenenhotel


Sie wollen es sich mal so richtig gut gehen lassen? Dann nichts wie ab in das romantische Dorf Stans am Fuße des Karwendels mit einer Landschaft wie aus einem Gedicht. Dort ist auch das charmante Hotel Brandstetterhof, das einzige Wanderhotel nur für Erwachsene. Das kleine Hotel mit dem "Dahoam" Feeling ist voll und ganz auf Naturliebhaber, ruhesuchende Genussmenschen und Oldtimerfahrer ausgelegt.

Der Brandstetterhof hat eine lange Tradition, heute ist die liebevolle Gastfreundschaft das Herzstück von den Gastgebern Elisabeth und Klaus Lindebner. Hier herrscht eine Herzlichkeit und Wärme, die so nirgends gelernt werden kann. Als Mitglied der "best alpine" Wanderhotels werden im Sommer drei bis fünf geführte Touren pro Woche angeboten inklusive Tourenberatung, Sonnenaufgangswanderung und Wanderführer im Hotel. Eine Besonderheit sind der Weinkeller und die Bauernstube, beide über 400 Jahre alt. Deshalb ist hier alles etwas enger als in einem modernen Hotel, was aber seinen eigenen Charme hat.


Woher kommt die Milch im Kaffee? Welches Futter bekam der Fisch auf dem Teller? Und stammen die Frühstückseier wirklich von glücklichen Hühnern? Die kurzen Wege der Lebensmittel sind Klaus Lindebner wichtig, weshalb er eine herzliche Beziehungen zu seinen Landwirten, Metzgern und Sennereien pflegt.

Das meiste in seiner Naturküche stammt direkt von den Produzenten aus der Region wie etwa Butter und Käse vom Almbauern, Kräuter und Pilze aus dem eigenen Kräutergarten oder aus den umliegenden Wäldern und Lamm und Rindfleisch vom Bauernhof im Ort. Regional ist hier erste Wahl, je purer, desto besser. Im Brandstetterhof trifft man auf ehrliches Kochhandwerk des modernen Tirols. Oder wie schon Rainer Maria Rilke sagte:"Als Mahl begann´s und ist ein Fest geworden."

Ein stimmungsvoller Rückzugsort ist der Gartenpavillon, um romantisch, lauschig und ungestört bei Kerzenschein die Naturküche des Brandstetterhofs zu genießen. Hotelgäste können ein Überraschungsmenü für 35 Euro Aufpreis zur Halbpension buchbar, um zu zweit auf einen gemütliche Abend und eine wunderbar entspannte Zeit anzustoßen.



Die Silberregion Karwendel zählt zu den schönsten Wandergebieten im Alpenraum. Auf mehr als 400 Kilometern Wanderwegen findet jeder Routen, die genau seinem Können und seiner Kondition entsprechen. Von aussichtsreichen Panoramawanderungen bis hin zu familienfreundlichen und kinderwagentauglichen Touren hat diese Region viel zu bieten. Jene, die erst im hochalpinen Gelände zu Höchstform auflaufen, bezwingen die Gipfel der Region.

Für Mountainbiker gilt es, mehr als 42 Mountainbikerouten im Karwendel und den Tuxer Voralpen zu erkunden. Von Touren mit nur wenigen Höhenmetern bis hin zur Tagestour mit rund 2.000 Höhenmetern ist alles möglich. Bei gemütlichen Radtouren auf und um den Innradweg ist die ganze Familie gern mit dabei. Freunde des Nordic Walking finden in der Silberregion Karwendel über 400 Kilometer beschilderte Strecken, Junggebliebene schwören auf atemberaubende Action beim Klettern und Canyoning.


Wandern ist manchmal wie kalter Kaffee einfach fad. Wer das denkt, sollte durch die Wolfsklamm (freier Eintritt für Hotelgäste) hinauf zum Felsenkloster St. Georgenberg, dem ältesten Wallfahrtsort Tirols, wandern. Direkt hinter dem Brandstetterhof beginnt der 1901 als "Perle des Tiroler Unterlandes" eingeweihte Klamm mit 354 Stufen, Holzstegen und in den Fels geschlagene Galerien. Tossende Wasserfälle, reißende Wassermassen und schwankende Brücken lassen diese Wanderung in der gesunden Gebirgsluft des Naturparks Karwendel zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Denkmalgeschützte „Hohe Brücke“


Im Anschluss an die Klamm geht ein Pilgerweg weiter nach St. Georgenberg. Hier befindet man sich bereits im Naturschutzgebiet Alpenpark Karwendel. Kurz bevor man das Felsenkloster erreicht, passiert man noch die denkmalgeschützte „Hohe Brücke“. Der Steinbogen von 1497 trug einst die älteste Brücke Tirols und stellte damals wie heute die einzige Verbindung über die Wolfsklamm und den Stallenbach auf den Georgenberger Felsen dar.


Das Kloster St. Georgenberg, eine Benediktinerabtei, entstand aus einer Einsiedelei, die bereits im Jahr 950 das erste Mal schriftlich erwähnt wird. St. Georgenberg ist ein Ort der Kraft und ein Zentrum der Ruhe. Die Kirche ist immer geöffnet und es werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Berühmt sind die Nachtwallfahrten an jedem 13. der Monate Mai bis Oktober, an denen zahlreiche Pilger aus Tirol, Bayern und dem Salzburger Land teilnehmen.

Der heilige Benedikt will mit seiner Ordensregel, die ganz biblisch geprägt ist, seine geistlichen Söhne und Töchter zu Gott führen. Die Gemeinschaft ist geprägt durch das gemeinsame Chorgebet, Zeiten der Stille und der geistlichen Lesung sowie der Arbeit auf unterschiedlichen Gebieten. Zusammen mit weiteren Verantwortlichen führt der Abt das Kloster. Alle Brüder bringen sich bei den Beratungen ein.

Im Wallfahrtsgasthaus St. Georgenberg gibt es hausgemachte und traditionelle Schmankerl aus der Region wie Tiroler- und Kaspressknödel in der Suppe, Graukas sauer mit Zwiebelringen und Brot oder Tiroler Berggröstl mit Spiegelei und Speckkrautsalat.

www.st-georgenberg.at, www.wallfahrtsgasthaus-st-georgenberg.at



Das Wandern verdanken wir eigentlich den Engländern. Diese sommersprossigen Flachländer waren es, die den Alpinismus „erfunden” haben und ganz generell die Berge so für uns salonfähig gemacht. Daneben verdanken wir ihnen aber auch noch urige, puristische Sportwagenmarken wie Triumpf, Jaguar und MG.

An einem sonnigen Herbsttag liehen wir uns einen Triumph Roadster für ein Wochenende von einem Freund. Die wahre Faszination dieses Sportwagen stellt sich dann ein, sobald der bullige Motor gestartet ist. Von München auf Landstraßen cruisten wir über den Tegernsee zum Achsensee und bogen bei Maurach auf die steile Achenseestraße hinunter nach Jenbach ab.



Dabei entpuppte sich unser TR3A als ein wahrer Meister der Frischluftzufuhr. Die ausgeschnittenen Türen liesen ab 80 km/h den Fahrtwind heftig durch das Cockpit blasen. Weiter auf der Unterinntalstraße und vorbei an Schloss Tratzberg erreichten wir nach einem genussvollen, aber windigen Fahrerlebnis Stans, um uns im Brandstetterhof für ein Wochenende liebevoll umsorgen und kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Der Triumph TR3 wurde von 1955 bis 1962 produziert. Erschienen als TR3 im September 1955, wurden bis 1957 13.377 Stück gebaut. Unser Roadster ist Baujahr 1960 und hat bereits das Facelift, welches ab 1957 die Bezeichnung TR3A erhielt. Der TR3A erhielt damals einen neuen, breiteren Kühlergrill, Türgriffe an der Außenseite, ein abschließbares Handschuhfach sowie serienmäßig ein Werkzeugset. Bis 1962 wurden über 58.000 Exemplaren vom TR3a gebaut. Nach dem TR6 und dem TR7 ist er das am besten verkaufte Modell der Marke Triumph.


Technische Daten

4-Zylinder-Viertakt-Reihenmotor vorn mit 1991 ccm Hubraum, 69 kW (95 PS) bei 4600/min, vollsynchronisiertes 4-Gang-Getriebe, auf Wunsch mit Overdrive, und Mittelschaltung, Hinterradantrieb, Höchstgeschwindigkeit ca. 175 km/h.

Die Silberregion Karwendel zählt zweifellos zu den schönsten Ecken der Tiroler Alpen. Zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten wie in die historische Silberstadt Schwaz, in die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, in die Kristallwelten Wattens lassen ein abwechslungsreiches Oldtimerwochenende gestalten. Wir empfehlen Ihnen, das Silberbergwerks in Schwaz zu besichtigen. Die „Mutter aller Bergwerke“ verspricht eine spannende Reise in die Geschichte Europas.


Schloss Tratzberg mit Renaissance Innenhof

Alternativ können Sie sich im Schloss Tratzberg auf die Spuren des Mittelalters begeben. Schon von weither sticht das mächtige Baudenkmal ins Auge und ist zum Vorbeifahren viel zu schade. Erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, diente es Kaiser Maximilian I. sowie den Fuggern als Jagdschloss. Erlesen ausgestattet und in der Renaissance reichhaltig erweitert, ist das Schloss seit 1848 privater Wohnsitz der Grafen Enzenberg.

Bei einer Führung lassen Sie sich das über 500 Jahre alte, original möblierte Schloss nahe Stans zeigen. Verabschiedet werden Sie in der Rüstkammer, wo Ritter Georg von Ilsung mit seinem Schwert auf den Boden stampft und Sie mit den Worten: „Das Gesinde möge euch hinaus geleiten“ wieder in die Gegenwart entlässt.

Schloss Tratzberg, A-6200 Jenbach, Telefon +43 (0) 52 42 635 66, Email info@schloss-tratzberg.at, www.schloss-tratzberg.at


Angebot

Die Tiroler Alpen eignen sich ganz besonders für einen Urlaub mit dem Oldtimer oder dem Cabriolet. Tolle Passstraßen, erlebnisreiche Täler und beeindruckende Ausblicke sind ab dem Brandstetterhof wunderbar erreichbar. Hotelier Klaus Lindebner hat für Sie die besten Touren wie der große Ahornboden in der Eng Alm oder die Zillertaler Hochalpenstraße vorbereitet und berät Sie sehr gerne.

Als Ausgleich erwartet Sie im Hotel die nötige Entspannung und kulinarisch Verwöhnung aus der Naturküche. Fünf Tage mit 3/4 Verwöhnpension und diversen Extras ab 600 Euro pro Person, mehr Details unter www.brandstetterhof.com/de/erwachsenenhotel/oldtimer-hotel/


Unser Fazit

In einem urigen Oldtimerroadster anreisen, durch die Wolfsschlucht mit dem Wasserfall wandern, dann den sonnigen Blick von der Terrasse des Benediktinerkloster genießen, in einer Bauernstube essen und in der Nacht  beim Rauschen des Bachs einen tiefen Schlaf finden: unser Herbstwochenende war rundum gelungen. Der Brandstetterhof gleich hinter Jenbach ist einfach ein großartiger Ort für Oldtimerfahrer oder Oldtimerclubs nur 100 Genusskilometer von München entfernt.

Der Brandstetterhof, Oberdorf 74, A-6135 Stans, Telefon +43 (0) 52 42 635 82, Email office@brandstetterhof.com, www.brandstetterhof.com, 20 Zimmer, HP inkl. Viergängemenü, und Nachmittagskuchen ab 90 Euro pro Person, 

Mitglied der "best alpine" Wanderhotels, www.wanderhotels.com

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